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MEET JEANNEL

Lerne die Musikerin & Künstlerin kennen!

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Credit: Fee- Gloria Grönemeyer

Name: Jeanne
Name als Künstlerin: Jeannel
Gender: female
Beschäftigung: Künstlerin/Musikerin
So bin ich zu meiner Beschäftigung gekommen:
Ich komme aus einer Musikerfamilie und irgendwann hatte ich einfach den Drang eigene Musik zu komponieren und mich auszudrücken. Klingt cheesy, ist aber so.

Hier bin ich zuhause: Mit meinen geliebten Menschen, egal wo. 
Lieblingsfestival: Ehrlich gesagt bin ich selbst keine große Festivalgängerin. Ups. Bin kein Fan von Menschenmassen.
Lieblingsvenue: Berghain 
Das mach ich am Liebsten, wenn ich nicht gerade arbeite? 
Essen, in die Natur gehen, Zeit mit meinen Liebsten verbringen, mir den Kopf über immer gleiche Dinge zerbrechen und richtig krass trippen, Naturdokus und Reportagen über indigene Völker gucken.

Meine feministische Inspiration: Meine Mama. 

Wie ist deine Definition von Feminismus in zwei Sätzen?
Das Bewusstsein für die Imbalance zwischen dem (jahrtausende lang) unterdrückten weiblichen und (jahrtausende lang unterdrückenden) männlichen Prinzip in seiner ganzheitlichen Bedeutung und auf kollektiver, sozialpolitischer Ebene sowie persönlicher Ebene im eigenen Bewusstsein, im eigenen Körper und der Seele, und der Drang diese Imbalance aufzuheben. Und vor allem: die Unterstützung von uns Frauen untereinander, denn da hat die Welt noch eine Menge Arbeit zutun. 

Mein feministischer Moment:
Als ich nach einem großen professionellen Crash 2019 meine Erfahrungen der vorangegangen 2 Jahre in der Musikindustrie und mit meinem Ex-Management rekapituliert habe und mir klargeworden ist, wie sehr ich fälschlicherweise die „Fehler“ immer bei mir gesucht habe, weil ich leider genauso gebrainwasht war, wie ein großer Teil der Menschen, die die teilweise veralteten und teilweise leider immer noch modernen Strukturen in unserer Gesellschaft am Leben halten. Ich wusste, dass ganz grundlegend etwas nicht stimmt in meinem eigenen Selbstbild und, dass das sehr viel mit dem Patriarchat zutun hat. Es war schockierend zu merken, wie ich mir selber geschadet habe mit falschen Glaubenssätzen, und ebenso befreiend und bestärkend, dem auf den Grund zu gehen.

Dein erstes Konzerterlebnis: Ich glaube ein Klassikkonzert in der Kölner Philharmonie als Kind. 
Deine erste CD/Vinyl/Kassette: Ehm. Kelly Family.
Als Teenie war ich größte(r) Fan*in von: Tupac

Dein Lieblings-
-künstlerinnen: Erykah Badu, Jeff Buckley, Greentea Peng, Kurt Vile
-konzerte: Kurt Vile, Erykah Badu

Wenn Du ein/e  _____________ wärst, wärst du?
Bühnenoutfit → Erykah Badu’s 2019 Stageoutfit als Cyberwitch

Drei Dinge, die auf Deinem Rider nicht fehlen dürfen:
Veganes gutes Essen (also keine Nudeln mit Ölsauce), Duftlampe mit Ylang-Ylang-Öl (lol), ein eigener Backstage (lol)
Das würd ich mir nie freiwillig anhören?
Trap
Das höre ich heimlich, wenn ich allein bin:
Ethno-Folk
Dieser Song darf auf keiner Party fehlen:
Born to be alive
Mit folgenden Künstler*innen würd ich gern mal im Nightliner fahren: Greentea Peng, Charlotte Day Wilson, Erykah Badu, Kurt Vile, Khruangbin, Toumani Diabaté

Was würdest du gerne in der Musikbranche ändern?
Die kranke Zahlenbesessenheit, die Menschen dazu bringt, in nichts als ihrem Ego durch die Welt zu gehen und die Qualität von Musik dadurch nicht wirklich interessiert. Die Männerdominanz, die über die Jahre ebens zu nichts als Ego und Sexismus herbeigeführt hat, die Kälte von Personen, die vermeintlich am längeren Hebel sitzen, keine öffentlichen Zahlen mehr auf Social Media & allen Streaming Plattformen und vor allem der verquere Irrglaube, dass Künstler*innen immer am Ende der Nahrungskette stehen müssen, weil sie „froh“ sein dürfen, dass sie überhaupt gehört werden. Es muss einfach mal klar sein, dass die Musikindustrie nur aufgrund der schweisstreibenden, leidenschaftlichen und verletzlichen Kunst von tapferen Leuten existiert und dass die eigentliche Macht haben. Denn ohne unsere Tapferkeit und Arbeit hätten alle in der Musikindustrie-Beschäftigten keinen einzigen Job. Ebenso muss sich die Prädominanz von Streaming Diensten stoppen, die Künstler*innen gnadenlos ausbeutet. 

Das liegt mir gerade sehr am Herzen: Genau was oben steht.

Mein Lieblingszitat/Lebensmotto zum Abschluss:
Et is wie et is, et kütt wie et kütt, et hät noch immer jot jejonge. 

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