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MEET THE ICONS: ANNE THEIMER

Lerne FKP Scorpio’s Festival Bookerin kennen!

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Credit: Mareike Kuers

Name: Anne Theimer
Gender: female
Beschäftigung: Festival Booking bei FKP Scorpio
So bin ich zu meiner Beschäftigung gekommen:
Ich wollte eigentlich schon immer irgendwas mit Konzerten machen, wusste aber irgendwie gar nicht richtig, wie man da hinkommt. Ich habe als Jugendliche eine Handvoll Konzerte für meine eigene Band organisiert – das ging aber nie über Bandwettbewerbe und Jugendhauskeller hinaus. Also habe ich erstmal systematische Musikwissenschaft studiert. Nach sehr viel Theorie, bin ich auf der Suche nach ein bisschen praktischer Erfahrung für ein Praktikum im Knust gelandet. Da habe ich angefangen, die Branche ein bisschen besser zu verstehen, habe innerhalb kürzester Zeit wahnsinnig viele Leute kennengelernt und mir letztendlich bei meinem ersten Eurosonic mit der FKP Bande Pizza und viele Dosenbiere geteilt. Nach weiteren sechs Monaten Praktikum, vielen gepackten Plakaten und schlaflosen Festivalwochenenden, arbeite ich nun schon seit sechs Jahren im Festival Booking. 

Hier bin ich zuhause: Hamburg
Lieblingsfestival: Haldern
Lieblingsvenue: Knust Hamburg, Molotow Hamburg
Das mach ich am Liebsten, wenn ich nicht gerade arbeite? 
Die kleinen und großen Orte in Deutschland, Europa und der Welt entdecken. Und essen. 

Meine feministische Inspiration: Margarete Stokowski, Kübra Gümüṣay

Wie ist deine Definition von Feminismus in zwei Sätzen?
Feminismus bedeutet für mich, dass jeder Mensch ohne Vorurteile als das gesehen wird, was er ist – als Mensch nämlich. Das heißt Gleichberechtigung auf ALLEN Ebenen und die damit einhergehende selbstkritische und regelmäßige Hinterfragung von gesellschaftlich festgefahrenen Rollenbildern. 

Mein feministischer Moment:
Ich hatte nicht den einen aha Moment. Ich habe schon immer ein großes Bedürfnis nach Gerechtigkeit, habe von meinen Eltern viel Gleichberechtigung vorgelebt bekommen und hatte lange ehrlich gesagt gar nicht das Bedürfnis mich als Feministin zu bezeichnen. Das ist inzwischen anders – auch weil ich schnell festgestellt habe, dass ich in einer männerdominierten Branche arbeite, in der Frauen nur selten eine Plattform bekommen. Vor einigen Jahren habe ich angefangen mich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, habe Podcasts gehört, Bücher gelesen und tausche mich regelmäßig mit Freund*innen und Kolleg*innen aus. 

Dein erstes Konzerterlebnis: Meine Eltern haben neulich von einem Pur Konzert erzählt – daran kann (oder will) ich mich aber nicht erinnern. Meiner Meinung nach war das Dido. 
Deine erste CD/Vinyl/Kassette: Die Prinzen! 
Als Teenie war ich größte(r) Fan*in von: Linkin Park

Dein Lieblings-
-konzerte: Arcade Fire Hurricane 2014, Junip in der Laeitzhalle, Balthazar im alten Molotow, MuteMath im Knust, Findus im Übel & Gefährlich, Katy Perry in der Barclaycard Arena und wahrscheinlich noch viele viele mehr.
-alben: Junip – Junip 

Wenn Du ein/e  _____________ wärst, wärst du?
Instrument → Schlagzeug
Bühnenoutfit → Das Glitzerkugeloutfit von Arcade Fire

Drei Dinge, die auf Deinem Rider nicht fehlen dürfen:
Sekt, Mate und ein alter Gameboy zum Tetris spielen (der Graue natürlich!)
Das würd ich mir nie freiwillig anhören?
Rechtsrock
Das höre ich heimlich, wenn ich allein bin:
Musikalisch schäme ich mich für nix! 
Dieser Song darf auf keiner Party fehlen:
IT’S GONNA TAKE A LOT TO TAKE ME AWAAAAY FROM YOU

Was würdest du gerne in der Musikbranche ändern?
Ich würde mir weniger Ellenbogen wünschen, weniger Egos, weniger Druck, weniger 24/7 erreichbar sein müssen – wir arbeiten in einer jungen Branche, wieso versteifen sich viele so auf alte Muster? Außerdem wünsche ich mir, dass Frauen bzw. Diversität aktiver eine Bühne gegeben wird. Also mehr Frauen auf der Bühne, hinterm FOH, in der Produktion, in Nightlinern, in der Chefetage, mehr Panels und Interviews, bei denen Frauen nicht nur über ihre Erfahrungen als Frauen in der Branche sprechen, sondern über ihren Job. 

Das liegt mir gerade sehr am Herzen:
Ich denke momentan viel darüber nach, wie die aktuelle Zeit alles verändert, Prioritäten verschiebt, Pläne über den Haufen wirft, neue Dinge ermöglicht, an die man vor ein paar Monaten noch gar nicht gedacht hat, und einen gezwungenermaßen Mal kurz auf Pause drücken lässt. Ich hoffe, dass sich einige Dinge nachhaltig verändern und wir nicht in ein paar Monaten all das wieder vergessen, was wir grade erst lernen. 

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