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MEET THE ICONS: RIKE TESCH

Lerne die Veranstaltungs- & Projektleitung kennen!

Credit: Steffi Frech

Name: Friederike
Spitzname: Rike
Pronomen: sie
Beschäftigung: Veranstaltungs- & Projektleitung
So bin ich zu meiner Beschäftigung gekommen:
Ausprobieren, treiben lassen, Bauchentscheidungen. Habe nichts gelernt oder studiert in die Richtung. (Bin Ergotherapeutin)

Hier bin ich zuhause: Im Herzen eher dorfig, lebe aber in Berlin.
Lieblingsfestival: Immergut Festival natürlich & Roskilde Festival, Popkultur Berlin
Das mach ich am Liebsten, wenn ich nicht gerade arbeite? 
Kommt auf die Definition an. Immergut ist theoretisch auch ein sehr einnehmendes Hobby mit arbeitsähnlichen Abläufen. Ansonsten suchte ich Interview Podcasts, scrolle stundenlang durch Ebay Kleinnzeigen Zu Verschenken als Inspiration, gucke alle möglichen Handwerk/ Maker/ Tutorial Youtube Videos, ab und an lese ich auch mal. Und ich singe gern & nehme da auch Unterricht. Oft folgt dann eine längere Gesangs- & Tanzeinlage im Wohnzimmer.

Meine feministische Inspiration:
Ich finde viele Frauen und ihre Geschichten inspirierend – diese betiteln sich aber nicht zwingend selbst alle als Feministinnen. Es fing aber an mit Margarete Stokowski und Liv Strömquist, ging weiter mit der Verfilmung der Geschichte von Ruth Bader Ginsburg (“Die Berufung”) oder Geschichten von Unternehmer*innen wie Kristine Zeller und Dr. Kati Ernst (ooia – Menstruationsunterwäsche), Bücher wie “Unsichtbare Frauen” von Caroline Criado-Perez , etliche Podcast Folgen z.B. vom rolemodels Podcast, Raabe & Kampf oder Die kleine schwarze Chaospraxis und vieles mehr. Es ist eher ein bunter Mix, der sich stetig erweitert.

Wie ist deine Definition von Feminismus in zwei Sätzen?
Ich möchte das nicht allgemeingültig definieren. Für mich persönlich ist es wahrscheinlich sowas wie ein konstanter Reminder á la du darfst & kannst alles, was du willst + unterstütze Freund*innen und andere Frauen dabei sich daran zu erinnern, wenn sie das mal vergessen haben.

Mein feministischer Moment:
Als ich wahre Genervtheit und auch Wut gespürt habe, dass bestimmte Themen, Bereiche, Medien, Bühnen, Denkweisen dominiert werden von einem Geschlecht und dass dies oft einfach so als gegeben hingenommen wird. Mir wurde z.B. mal erklärt, dass es andersherum diskriminierend wäre, wenn für einen Konzertabend explizit darauf geachtet werden würde ein Lineup ohne Cis-Männer zu buchen.

Dein erstes Konzerterlebnis: Wahrscheinlich sowas wie Puhdys schlafend in einer Bäckerkiste als Kind mit meinen Eltern, später Mutabor, Knorkator und Liquido an unserer Schule. Richtig bewusst erlebt und eine Erinnerung, die sich eingebrannt hat, waren The Notwist auf meinem ersten Immergut 2008.

Deine erste CD/Vinyl/Kassette: Glaube leider Backstreet Boys
Als Teenie war ich größte(r) Fan*in von: Die Ärzte habe ich hoch und runter gehört. Dann folgte eine musikalische Sozialisierung entlang des Lineups des Immergut Festivals, haha.

Wenn Du ein/e  _____________ wärst, wärst Du?
Instrument → Trompete
Bühnendeko → Radlader

Drei Dinge, die auf Deinem Rider nicht fehlen dürfen:
Ich lese eher Rider von anderen als selber einen zu benötigen, aber wenn ich einen hätte, wären das die Antworten:
– Sprudelwasser
– Kokosriegel
– Radlader

Das würd ich mir nie freiwilig anhören:
Puh, schwierig, weil ich das dann auch ignoriere. Aber wahrscheinlich sowas wie Acts, wegen denen auf dem Lollapalooza Gäste ihre Anwält*innen anrufen, weil sie im Olympiastadion nicht mehr reingekommen sind. #davidgitter

Das höre ich heimlich, wenn ich allein bin:
Viel Pop, weil ich da gut Gesang üben kann und weil ich auf Melodien stehe. Aber so heimlich läuft Lady Gaga dann gar nicht – meine Nachbar*innen haben auf jeden Fall was davon.

Mit folgenden Künstler*innen würd ich gern mal im Nightliner fahren:
Sind eher Maker*innen und dann wahrscheinlich auch eher irgendein Transporter oder umgebautes Fahrzeug: Laura Kampf & Simone Giertz. Tatsächlich würde ich gern mal mit Jessica Bengs mitfahren, sie ist Truckfahrerin für u.a. Fever Ray & Co.

Was würdest du gerne in der Musikbranche ändern?
Aus der Berliner Bubble sprechend, ist es in meinem Umfeld so, dass vieles von dem, was meiner Meinung nach am Meisten schief läuft, von Leuten bereits seit kurzem oder auch längeren angegangen wird. Das sind Initiativen wie eure, Agenturen wie die neu gegründete MISC (Agentur für kulturellen Wandel) oder Zusammenschlüsse wie barrierefreifeiern (unzählige gibt es hier zu ergänzen) oder auch die verschiedenen Nachhaltigkeitskampagnen. Ich möchte das alles unterstützen, nutzen und davon lernen so gut es mir möglich ist. Persönlich würde ich gern die Coolheit und Arroganz, die oft in eingeschworenen Branchenkonferenz-Runden an den Tag gelegt wird, mal runterbrechen und somit offener für Nachwuchs und neue Gesichter gestalten.

Das liegt mir gerade sehr am Herzen:
– Ich will endlich Youtube Kanäle konsumieren können, in denen mir nicht oft ältere, oft weiße, oft männliche Personen handwerkliche Dinge erklären. (Da arbeite ich jetzt einfach selber gegen an)
– Netzwerken und supporten. Den coolen Leuten, den coolen Frauen, die sich meistens nicht ganz so breitbeinig im Leben bewegen wie andere, mehr positives Feedback auf den Sozialen Medien und auch außerhalb davon schicken, wenn es zeitlich geht auch mit mehr als Flammenemojis.

Mein Lieblingszitat zum Abschluss:
Ist uns letztens eingefallen als wir für das Immergut ein Interview geben sollten. In unseren Radladern auf dem Immergut haben wir immer ein laminiertes Schild liegen, auf dem steht: Blickrichtung gleich Fahrtrichtung. (Das hat Gründe, für die ich eventuell mit verantwortlich bin.) Ich neige dazu (nicht nur auf dem Radlader) in viele Richtung gleichzeitig zu schauen und viel zu viele Dinge gleichzeitig zu machen und zu wollen. Ein bisschen Fokus tut gut.

Erfahre mehr über Rike:

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