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MEET THE ICONS: ANNE ZANDER

Lerne die Bookerin und Tourmanagerin kennen!

Credit: Bastian Bochinski

Name: Anne Zander
Gender: female
Beschäftigung: Bookerin & Tourmanagerin
So bin ich zu meiner Beschäftigung gekommen:
Ich habe lange während des Abis in Potsdam im Waschhaus an der Bar gearbeitet und dadurch die Booker*innen dort kennengelernt. Irgendwann gab es dort das wundervolle Rubys Festival als Anlehnung an den wöchentlichen Rubys Tuesday. Für das Festival wurde ich dann angefragt, ob ich die Künstler*innenbetreuung für eine der Bühnen übernehmen könnte. Das habe ich dann gemacht, mich ins kalte Wasser gestürzt, das Festival ohne Probleme oder Zwischenfälle überstanden und von da an wusste ich, was ich beruflich machen möchte. Nach einem abgebrochenen Studium, einer Ausbildung bei einem örtlichen Veranstalter in Berlin, einigen Umwegen und einem Zwischenstopp beim Fernsehen bin ich jetzt genau da, wo ich sein möchte:
Ich arbeite mit spannenden Künstler*innen, fahre auf Tour, genieße die Zeiten im Büro und arbeite in einem großartigen Team.

Hier bin ich zuhause: Berlin
Lieblingsfestival: Wird für immer das Kosmonaut Festival bleiben <3
Lieblingsvenue: Der damalige Magnet, jetzt Musik & Frieden. Schon in der Greifswalder Straße und jetzt am Schlesi!

Das mach ich am Liebsten, wenn ich nicht gerade arbeite? 
Ich bin gern viel unterwegs, treffe Freund*innen und Familie. Im Sommer am liebsten überall, wo Wasser ist. Momentan genieße ich aufgrund der Situation aber auch die Zeit mit mir selbst und lerne das mehr zu schätzen.

Meine feministische Inspiration:
Jede einzelne Frau, jedes junge Mädchen, das weiß, wer sie ist oder sein möchte und ihren Weg geht. 

Wie ist deine Definition von Feminismus in zwei Sätzen?
Feminismus beginnt für mich in dem Moment, in dem mir klar wird, dass bestimmte Dinge mir nur aufgrund meines Geschlechts passieren. In genau diesem Moment, genau diese Tatsache zu kommunizieren und mein Gegenüber darauf aufmerksam zu machen, ist für mich der erste Schritt etwas zu verändern.

Mein feministischer Moment:
Als ich vor einigen Jahren mit einer meiner Bands auf dem Deichbrand Festival war und plötzliche sechs weibliche Hands hinter der Bühne vor mir standen. Ich war freudig überrascht und gleichzeitig schockiert über meine eigene Reaktion. In dem Moment ist mir klargeworden, dass wir ganz dringend was ändern müssen und es selbstverständlich sein sollte, dass wir Frauen in jedem Bereich dieser Branche vertreten sein müssen.

Dein erstes Konzerterlebnis: Das war die Kelly Family 1995 in Brandenburg. Bis heute schenken mir meine Cousins Fanartikel und machen sich einen Spaß daraus. Zu meinem 30. gab es eine Kelly Girlande aus Folienballons, die von einem der Jungs natürlich ins Büro geliefert wurde. Nicht zu vergessen auch das Kelly Family Album, welches vor einigen Jahren zu Ostern im Hausflur, gut sichtbar für alle Nachbar*innen, mit einem großen Zettel und meinem Namen drauf „versteckt“ war.

Deine erste CD/Vinyl/Kassette: Ich glaube das war 1996 das erste Tic Tac Toe Album
Als Teenie war ich größte(r) Fan*in von: Britney Spears, keine Wand in meinem Zimmer war ohne Poster. Es war eine kurze, aber doch sehr intensive Phase.

Deine Lieblings-
– songs: Tiger Lou – You Can´t Say No To Me
– konzerte: Phil Collins – Still Not Dead Yet Tour 2019

Wenn Du ein/e  _____________ wärst, wärst Du?
Ich kombiniere:
GlitzerFunkelOutfit tragende Backstage statt Background Sängerin einer Indie Band. Hauptsache ich muss nicht AUF die Bühne!

Drei Dinge, die auf Deinem Rider nicht fehlen dürfen:
Eiswürfel
Gute Gläser
Cremant

Das höre ich heimlich, wenn ich allein bin:
Meistens sind das Songs, die dann so laut laufen, dass meine Nachbar*innen sie hören und dann hat sich das „heimlich“ an der Stelle erledigt. Tendenziell sind das solide 90er Pop Hits die dann tanzend und mitsingend in meiner Wohnung zelebriert werden!

Dieser Song darf auf keiner Party fehlen:
Journey – Don´t Stop Believing

Was würdest du gerne in der Musikbranche ändern?
Ich würde mir wünschen, dass wir Frauen uns in der Branche mehr supporten und davon wegkommen, etwas „Besonderes“ zu sein. Leider sind wir noch in der Unterzahl, aber wir sind auch wahnsinnig gut darin, uns in der Position ziemlich gut zu fühlen. Wir brauchen keinen „Schwanzvergleich“ – wir können auch ohne diesen erfolgreich sein und etwas verändern und zwar als Einheit und nicht als Einzelkämpferinnen.

Das liegt mir gerade sehr am Herzen:
2020 ist ein absolute Höllenjahr und ich hoffe, dass es ein baldiges Ende gibt. Die Solidarität, die sich hier aber in den letzten Monaten entwickelt hat, vor allem innerhalb der Branche, gibt mir ein gutes Gefühl. Es passiert vieles, es verändert sich vieles und ich glaube da passiert eine ganze Menge Tolles. Dennoch fällt es mir unfassbar schwer zu sehen und zu begreifen, wie ein Großteil der Beschäftigten unserer Branche hängengelassen wird, was mich vor einigen Wochen zusammen mit drei guten Freund*innen dazu gebracht hat, die Kulturgesichter Kampagne nun auch in Berlin zu starten. Der Druck auf die Anmeldungen zum Shooting war enorm und wir werden noch eine ganze Weile weitermachen, damit auch wirklich jedes Gesicht der Branche abgelichtet werden kann.

Mein Lieblingszitat zum Abschluss:

Erfahre mehr über Annes Projekt:

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